Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg

„Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) bietet 100.000 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mehr als ein Abenteuer. Der größte katholische Pfadfinderverband in Deutschland wurde 1929 gegründet. Er versteht sich als Erziehungsverband - die Mitglieder lernen, aufrichtig und engagiert ihr Leben und ihr Umfeld zu gestalten. In Gruppen mit Gleichaltrigen lässt sich dieses Erziehungsziel gut erreichen. Die Wölflinge (7 bis 10 Jahre) entdecken und gestalten ihren Alltag. Die Jungpfadfinder (11 bis 13 Jahre) erleben gemeinsam den Beginn der Jugend. Pfadfinder (13 bis 16 Jahre) wagen es, ihren eigenen Weg zu gehen. Rover (16 bis 21 Jahre) sind unterwegs, erkunden die Welt und packen Probleme an. Begleitet werden die Kinder und Jugendlichen von Erwachsenen Leiterinnen und Leiter Begleitet werden die Kinder und Jugendlichen durch erwachsene Leiterinnen und Leiter, die regelmäßig an Schulungen und Weiterbildungen teilnehmen um für die Gruppenleitung gerüstet zu sein.“ (Quelle: dpsg.de)

Was sind eigentlich Pfadfinder

Die Idee der Pfadfinderbewegung geht auf einen Engländer zurück, der am 22.2.1857 in London geboren wurde: Robert Baden-Powell. Während seiner Schulzeit nutzte er viel Zeit, um einen nahegelegenen Park zu durchstreifen und die Natur zu beobachten. Während der Schulferien unternahm er mit Freunden Reisen zu Fuß in der Umgebung und per Boot auf der Themse. Nach seiner Schulzeit legte er das Aufnahmeexamen der Armee mit Glanz ab und wurde bald darauf nach Indien versetzt. Durch Artikel in Zeitungen, selbstgeschriebene Theaterstücke und Lieder wurde er bald bekannt. Die Armee beauftragte ihn aufgrund seiner Naturkenntnisse mit der Ausbildung der Scouts (Pfadfinder), d.h. Späher die unbemerkt das gegnerische Lager auskundschaften sollten. Er entwickelte schon bald einen eigenen, neuen Führungsstil, indem er auf Drill und Anordnungen verzichtete und stattdessen lieber Tipps gab und die Späher durch eigene Erfahrungen lernen ließ. „Learning by doing“, nannte er dieses Prinzip was er später auch in der Pfadfinderbewegung gebrauchen würde. Zu diesem Zeitpunkt standen Baden- Powells Bemühungen allerdings noch in einem krassen Gegensatz zur späteren Pfadfinderbewegung, die nach seinem Willen ausdrücklich nur dem Frieden dienen soll. Doch in dieser Zeit entwickelte Baden-Powell die Grundkonzepte pfadfinderischer Pädagogik. „Learning by doing“ heißt, aus Erlebnissen und Erfahrungen zu lernen. Kinder und Jugendliche gewinnen Fähigkeiten und Fertigkeiten, wenn sie als Pfadfinder handeln. Sie entdecken die Welt, probieren aus und handeln. Es entsteht ein Prozess, in dem Pfadfinder die Welt mit offenen Augen sehen. „Paddle your own canoe“ meint, dass Kinder und Jugendliche zunehmend eigenständig entscheiden und handeln können. Sie können sich - bildlich gesprochen - immer besser auf dem Fluss des Lebens zurechtfinden und ihren Weg bestimmen. „Look at the boy / girl“ bedeutet, dass sich die Arbeit der Pfadfinder an den Bedürfnissen der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen orientiert. Ihre Entwicklung und ihre Interessen stehen im Mittelpunkt der pfadfinderischen Erziehung.